Wann lässt die CSU den Autobahn-Südring endlich in Ruhe?

Während der Landtags- und Kommunalwahl wagte sich niemand an das heiße Eisen „Ausbau des Autobahn-Südrings“, weil das Thema mehr Wählerstimmen gekostet als eingebracht hätte. Doch kaum sind die Wahlen vorbei, holt die CSU mantramäßig dieses Thema wieder aus der Mottenkiste. Diesmal plädiert der ehemalige Umweltminister und jetzige CSU-Landtagsabgeordnete Otmar Bernhard dafür, die bereits abgelehnten Südringpläne aus dem Papierkorb zu ziehen, da angeblich „ein Verkehrskollaps drohe, wenn die Südringpläne nicht realisiert werden.“

Der SPD-Kreisverband Starnberg kämpfte von Beginn an gegen die mit dem Südring-Ausbau verbundene Zerstörung der Natur- und Landschaftsräume im Landkreis München und Starnberg. Bisher hat jeder Straßen- und Autobahnausbau stets noch mehr Verkehr angezogen.

Die 660.000 Euro teure Machbarkeitsstudie der CSU aus dem Jahr 2010 hat bereits deutlich dargestellt, dass durch den Ausbau der A99 keine Verkehrsentlastung erreicht wird und der finanzielle Aufwand von 1,2 Milliarden Euro absolut nicht zu rechtfertigen ist.
Die Kreisvorsitzende Julia Ney fordert daher die Bayerische Staatsregierung auf, die Pläne endgültig zu begraben und nach sinnvollen Lösungen wie dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zu suchen.

„Es ist sehr traurig, dass die CSU immer noch bereit ist, solche einmaligen Erholungsgebiete wie im Isar- und Würmtal aufs Spiel zu setzen und Milliarden von Steuergeldern zu verschwenden, und das ohne Aussicht auf einen tatsächlichen Nutzen“, so Julia Ney.

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