Die Energiewende im Landkreis – kommt sie noch?

Diese Frage stellt Julia Ney dem Experten und Gründer des Energiewendevereins im Landkreis, Hans-Wilhelm Knape, vor einem interessierten Publikum im Gautinger „Hotel zum Bären“. Schließlich soll der Landkreis bis 2035 alle Möglichkeiten nutzen, um eine CO2 –freie Versorgung zu erreichen.
Hans-Wilhelm Knape und Julia Ney bei der Diskussion zur Energiewende
Zwar haben sich viele Gemeinden auf den Weg gemacht, Teilflächennutzungspläne für Windkraftanlagen erstellt (Berg), PV-Anlagen auf Dächer öffentlicher Gebäude installiert (alle Gemeinden), kommunale Liegenschaften energetisch saniert und auch einige Bürger sind nicht untätig geblieben und haben in eine energetische Sanierung investiert und dennoch: der Energieverbrauch im Münchener Speckgürtel ist durch Zuzug und Ausweisung von Gewerbegebieten so stark gewachsen, dass wir auch hier im Landkreis unserem ehrgeizigen Ziel nicht näher gekommen sind.

Die Energiewende ins Stocken geraten. Wie kann es weiter gehen?

„Der politische Wille muss deutlich erkennbar sein“
, so Hans-Wilhelm Knape, der sich jetzt auch politisch engagiert und auf der SPD-Liste für den Starnberger Kreistag kandidiert. Derzeit kommen von der Staatsregierung eher Stolpersteine auf dem Weg zur Energiewende. Ohne gesetzliche Grundlage blockiert Seehofer die bereits initiierten Vorhaben in den Gemeinden mit unrealistischen Abstandsregelungen und in vorauseilendem Gehorsam fügen sich die Gemeindeverwaltungen.

„Aus den Visionen müssen Ziele erwachsen, woraus sich dann die entsprechenden Handlungen ableiten lassen“, so Peter Drausnigg, der Geschäftsführer des Regionalwerk Würmtal, der die Gelegenheit nutzt, die Bedeutung des lokalen Energieversorgers für eine Energiewende im Landkreis hervorzuheben.

Obwohl die Bürger/Innen der Energiewende grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen, hat sich doch ein diffuses Unbehagen breit gemacht. Deshalb ist es wichtig, die Vorhaben offen und transparent mit dem Bürger zu kommunizieren und ihn mit ins Boot zu holen. Die Energiewende, eine Investition in die Zukunft, ist nur gemeinsam zu stemmen. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Strompreis. Aber auch die intelligente Mobilität mit Autos oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, das Radwegenetz, das sparsame Heizen der Wohnungen, Energieeinsparungen von Handel und Gewerbe, tragen zur Energiewende bei.

Deshalb ist dem Diplom-Ingenieur Drausnigg auch die Übernahme der Netze durch das Regionalwerk so wichtig. Dadurch behält der Bürger die Oberhoheit über die Stromversorgung. Energie in Bürgerhand – ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge, für die Julia Ney als Landrätin eintritt.

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